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Bildschirmzeit einmal anders: Wenn Kinder digital kreativ werden

vor 10 Minuten
2 Min. Lesezeit

Handy, Tablet und Computer gehören für Kinder heute ganz selbstverständlich zum Alltag. Gleichzeitig sorgt das Thema Bildschirmzeit in vielen Familien für Diskussionen: Wie viel ist zu viel? Und ist Zeit vor dem Bildschirm grundsätzlich schlecht?

Dabei lohnt es sich, nicht nur auf die Uhr zu schauen. Denn Bildschirmzeit ist nicht gleich Bildschirmzeit.

Konsumieren oder selbst etwas erschaffen?

Es macht einen Unterschied, ob ein Kind eine Stunde lang Videos anschaut oder das Tablet nutzt, um selbst etwas zu gestalten.

Digitale Geräte bieten inzwischen unglaublich viele kreative Möglichkeiten. Kinder können zum Beispiel Bilder zeichnen, eigene Musik erstellen, fotografieren und Fotos bearbeiten, Geschichten schreiben, kleine Filme produzieren oder erste Erfahrungen mit Programmieren sammeln.

Aus einem Gerät, das normalerweise der Unterhaltung dient, wird plötzlich ein Werkzeug für eigene Ideen.

Dabei werden ganz nebenbei unterschiedliche Fähigkeiten angesprochen: Ein Video braucht beispielsweise eine Idee und einen Ablauf. Beim Programmieren muss ein Problem Schritt für Schritt gelöst werden. Beim digitalen Zeichnen sind Kreativität, Geduld und Konzentration gefragt.

Digital und analog gehören zusammen

Das bedeutet natürlich nicht, dass Tablet und Computer Papier, Buntstifte, Bücher, Bewegung oder Spielen im Freien ersetzen sollen.

Warum auch?

Ein Kind kann vormittags draußen eine Hütte bauen, nachmittags ein Bild auf dem Tablet zeichnen und abends mit Lego spielen. Kreativität hängt nicht vom Werkzeug ab.

Interessanter als die reine Frage „Wie lange war mein Kind heute am Bildschirm?“ kann deshalb manchmal die Frage sein:

„Was hat mein Kind in dieser Zeit eigentlich gemacht?“

Eltern müssen nicht alles vorgeben

Kinder brauchen auch digital Raum zum Ausprobieren. Nicht jede Beschäftigung muss ein Lernprogramm sein und nicht jedes Ergebnis muss bewertet werden.

Manchmal genügt echtes Interesse:

„Zeig mal, was du gemacht hast.“

Wer etwas Eigenes erschafft und merkt „Das habe ich selbst gemacht“, erlebt Bildschirmzeit völlig anders als beim bloßen Konsumieren.

Ideen für kreative Bildschirmzeit

Vielleicht hat ein Kind Freude daran, einen kleinen Comic zu zeichnen. Ein anderes möchte aus Urlaubsbildern ein Video machen, Musik ausprobieren, eine Geschichte schreiben oder ein einfaches Spiel programmieren.

Und Kinder, die ohnehin gerne malen und zeichnen, können beispielsweise digitales Malen ausprobieren und dabei ganz neue Werkzeuge und Möglichkeiten kennenlernen.


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